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Indien Visum 2026 für Schweizer: Welcher Weg gilt für dich

Schweizer Staatsangehörige brauchen 2026 ein Visum für Indien. e-Visum für die kurze Touristenreise, Sondergenehmigungen für sensible Grenzregionen, FRRO ab dem 181. Tag und OCI für die indische Diaspora. Diese Anleitung ist die Schweizer Service-Stelle für den ganzen Ablauf.

Amer Fort über dem Maota-See bei Jaipur in Rajasthan — Sandsteinmauern, terrassenförmige Innenhöfe und die umliegenden Aravalli-Höhenzüge.

Amer Fort über dem Maota-See bei Jaipur — das Herzstück des Goldenen Dreiecks und für die meisten Schweizer Erstbesucher der Einstieg in Indien.

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Auf einen Blick

Praktisch jeder Schweizer Reisepass braucht 2026 ein Visum für Indien. Für Touristen wird das e-Visum online beantragt, per E-Mail in drei bis fünf Werktagen genehmigt und zusammen mit der bis zu drei Tage vor Abreise ausgefüllten e-Arrival Card (neue 2026er Anforderung) am Flughafen vorgelegt. Drei beliebte Tourist-Varianten decken die meisten Reisen ab: 30 Tage zweifach, 1 Jahr mehrfach, 5 Jahre mehrfach. Schweizer Leser mit einem in Indien geborenen Elternteil oder Grosselternteil kommen oft für das OCI infrage — ein lebenslanges Diaspora-Visum, das die jährliche Antragsroutine entfallen lässt; Schweizer Bewerber stellen ihren OCI-Antrag über die Indische Botschaft in Bern oder das Generalkonsulat in Genf. Diese Anleitung ist die Service-Stelle für den gesamten Ablauf: Variante, Antrag, die zuständige indische Vertretung, Anreise ab Zürich-Kloten und die Fragen, die Schweizer Reisende tatsächlich stellen.

Brauchen Schweizer ein Visum für Indien?

Ja — fast immer. Mit Schweizer Pass gibt es keine visumfreie Einreise nach Indien. Die meisten Reisenden beantragen das e-Visum online und wählen eine der drei beliebten Tourist-Varianten — 30 Tage zweifach, 1 Jahr mehrfach oder 5 Jahre mehrfach. Pass-Scan und biometrisches Foto hochladen, Genehmigung kommt innerhalb von drei bis fünf Werktagen per E-Mail. Schweizer Leser mit indischen Wurzeln prüfen vor dem e-Visum, ob sie für die OCI-Karte infrage kommen — das OCI ist ein lebenslanges Visum.

Du reist mit einem deutschen oder österreichischen Pass? Unsere Markteditionen decken die zuständige indische Vertretung, die Anreise ab deinem Heimatland und die Reisehinweise deiner Heimatbehörde ab: Deutschland oder Österreich. Englischsprachige Pässe siehe US, UK, Australien, Kanada, Irland oder Neuseeland.

Im Folgenden: welcher Visa-Weg für wen gilt, die drei beliebten Tourist-Varianten im Vergleich, der Antrag Schritt für Schritt, die Checkliste vor dem Antrag, zwei Wege zur Einreichung (DIY-Portal oder deutschsprachige Schweizer Visa-Servicestelle), die Indische Botschaft in Bern und das Generalkonsulat in Genf, Anreise ab Zürich-Kloten, sechs Reiseformate, die Schweizer tatsächlich planen, die Sondergenehmigungen für Grenzregionen, die 180-Tage-FRRO-Falle bei langen Aufenthalten, was im Notfall vor Ort zu tun ist und die Fragen, die Schweizer tatsächlich stellen.

Welcher Weg nach Indien gilt für dich?
  • Schweizer Pass ohne indische Wurzeln — e-Visum (der Standard): Du beantragst das e-Tourist-Visum online von deiner Schweizer Adresse, bezahlst in US-Dollar mit einer Schweizer Kreditkarte und legst die ausgedruckte PDF-Genehmigung am Einreiseschalter vor. Drei beliebte Tourist-Varianten (30 Tage zweifach, 1 Jahr mehrfach, 5 Jahre mehrfach) plus eine ruhigere 6-Monats-Einfach-Variante. Die Wahl hängt von der Reiseform ab, nicht vom Pass.
  • Schweizer-Indisch mit indischen Wurzeln — meist ist OCI der richtige Weg: Wenn ein Elternteil, Grosselternteil oder Urgrosselternteil indischer Staatsbürger war, kommst du oft für OCI infrage — ein lebenslanges Visum, das die jährliche Antragsroutine entfallen lässt. Der Antrag läuft über die Indische Botschaft in Bern oder das Generalkonsulat in Genf. Ohne OCI-Karte und mit anstehender Reise: das e-Visum als Übergangslösung beantragen, während das OCI bearbeitet wird.
  • Niederlassungsbewilligung mit ausländischem Pass — die Regel deines Passes gilt: Eine Schweizer Niederlassungsbewilligung C oder Aufenthaltsbewilligung B ändert die indische Visumregel für deinen ausländischen Pass nicht. Steht dein Pass auf der e-Visa-Liste, beantragst du das e-Visum auf diesem Pass. Steht er nicht darauf, läuft der Antrag über die Indische Botschaft in Bern oder das Generalkonsulat in Genf. Die Schweizer Aufenthaltsdokumentation gilt für deine Wiedereinreise in die Schweiz, nicht für Indien.
  • Sondergenehmigungen für Grenzregionen — zusätzlich zum Visum, nicht statt: Arunachal Pradesh, Nagaland, Manipur und Mizoram im Nordosten; Teile von Sikkim und Ladakh nahe der China-Tibet-Grenze; und Teile der Andamanen und Nikobaren stehen unter dem Protected Area Permit (PAP) bzw. dem Restricted Area Permit (RAP). Die Genehmigung ist zusätzlich zum e-Visum erforderlich, nie ersatzweise.
Welche Tourist-Variante passt zu dir?
  • 30 Tage, zweifache Einreise — die kurze Touristenreise: Gültig 30 Tage ab erster Einreise, zwei Einreisen in diesem Fenster. Die Standardwahl für Schweizer Erstbesucher mit einer einzigen zwei- bis vierwöchigen Schleife: Goldenes Dreieck, Kerala-Backwaters, eine Goa-Woche, ein Mumbai-Küsten-Abstecher.
  • 1 Jahr mehrfach — für flexible Vielbesucher: Mehrere Einreisen innerhalb von 365 Tagen ab Genehmigung, mit der Aufenthaltsdeckelung auf 180 Tage pro Kalenderjahr. Die richtige Variante für geteilte Reisen — ein Wintermonat jetzt und der Himalaya im Frühsommer — und für wiederholten Tourismus innerhalb eines Jahres.
  • 5 Jahre mehrfach — für langfristige Reisende: Mehrere Einreisen innerhalb eines 5-Jahres-Fensters ab Genehmigung, mit derselben 180-Tage-Deckelung. Passt für Slow-Travel-Autoren und -Fotografen zwischen Goa-Wintern und Himalaya-Sommern, Schweizer Berater auf wiederkehrenden Einsätzen in Bangalore oder Hyderabad und Yoga-Lehrer, die für Fortbildungszyklen zurückkehren.

Jenseits der drei beliebten Varianten

Drei weitere Kategorien laufen neben den beliebten Tourist-Varianten. Das 6-Monats-Tourist-e-Visum mit einer Einreise (e-T2V) passt für einen einzigen ununterbrochenen Aufenthalt zwischen drei und sechs Monaten. Das Business-e-Visum deckt Messebesuche, Konferenzen, Vertriebstermine und kurze Beratungsarbeit ab; ein indisches Einladungsschreiben ist nötig. Das Medical-e-Visum und das begleitende Medical Attendant-e-Visum decken Behandlungsreisen in indische Kliniken ab; Aufnahmeschreiben erforderlich.

Antragstellung: das e-Visum Schritt für Schritt
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    Variante wählen: Entscheide zwischen 30 Tage zweifach, 1 Jahr mehrfach, 5 Jahre mehrfach, 6 Monate einfach, Business oder Medical — je nach Reiseform. Das Antragsformular ist gleich; nur Gebühr und Gültigkeit variieren. Bei Unsicherheit deckt die 30-Tage-Tourist-Variante die meisten Schweizer Erstreisen ab.
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    Das Antragsportal öffnen: Das indische e-Visum-Portal nimmt Anträge je nach Variante 30 bis 120 Tage vor der geplanten Einreise an. Je früher, desto besser — Hochsaison kann das übliche Drei- bis Fünf-Tage-Fenster überschreiten. Liegt die Reise weniger als vier Tage in der Zukunft, ist das e-Visum kein gangbarer Weg; nur die konsularische Schiene über die Botschaft in Bern bleibt — und die ist für die meisten Last-Minute-Reisen zu langsam.
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    Dokumente hochladen: Klarer Scan deiner Schweizer Pass-Datenseite und ein biometrisches Foto als JPG zwischen 10 KB und 1 MB, quadratisches Format, frontal mit offenen Augen, ohne Brille, mit hellem oder weissem Hintergrund. Das Portal lehnt zu grosse Dateien und beschattete Hintergründe ohne klare Fehlermeldung ab — Abmessungen und Beleuchtung vor dem Hochladen prüfen.
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    Formular ausfüllen und bezahlen: Persönliche Daten genauso angeben, wie sie im Schweizer Pass stehen. Das Feld 'Adresse in Indien' akzeptiert für Touristenanträge den Namen und die Telefonnummer deines ersten Hotels. Die Gebühr wird in US-Dollar mit Kredit- oder Debitkarte bezahlt; eine Bestätigungsnummer wird sofort erzeugt und per E-Mail verschickt.
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    Auf die Genehmigungsmail warten: Saubere Anträge sind in drei bis fünf Werktagen erledigt. Sensible Nationalitätenprofile und Anträge mit Dokumenten-Flag dauern sieben bis vierzehn Tage. Der Status ist jederzeit im Portal mit Bestätigungsnummer und Passnummer abrufbar.
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    e-Arrival Card ausfüllen und fliegen: Eine 2026er Anforderung: die e-Arrival Card online bis zu drei Tage vor Reise ausfüllen (ein Formular pro Reisendem). Die e-Visum-Genehmigungs-PDF ausdrucken und getrennt vom Handy mitnehmen. Bei Einreise zum e-Visum-Schalter gehen, PDF und Pass mit e-Arrival-Card-QR-Code vorlegen, Fingerabdrücke abgeben — in fünf bis fünfzehn Minuten durch.

Checkliste vor dem Antrag

Eine kurze Checkliste verhindert vermeidbare Ablehnungen. Passgültigkeit: mindestens sechs Monate ab Antragsdatum, mit zwei leeren Seiten für Stempel. Liegt deine Restlaufzeit unter sechs Monaten, in der Schweiz erneuern — die Passverlängerung aus Indien heraus ist langsam.

Das biometrische Foto: häufigste Ablehnungsursache ist ein Schatten am Hintergrund oder eine Datei über 1 MB. Migros Photo, Apotheke-Foto-Services und Fachfotografen in der Schweiz treffen die Spezifikation, wenn du nennst, dass es für ein indisches e-Visum ist.

Das Feld 'Adresse in Indien' erscheint in jedem Antrag. Für Tourismus reichen Name und Telefonnummer des ersten Hotels und der Stadt. Für eine Yoga-Schule, ein Ashram oder einen Sprachkurs die offiziell registrierte Adresse der Einrichtung verwenden.

Sensible Nationalitäten und Herkunftslinien. Zwei Gruppen haben mehr Papierkram und längere Bearbeitungszeit: Schweizer Staatsangehörige, die aus Pakistan eingebürgert wurden, und Schweizer Staatsangehörige, deren Eltern oder Grosseltern die pakistanische Staatsbürgerschaft besassen. Die Akte läuft meist über die Indische Botschaft in Bern und nicht über das e-Visum-Portal.

Mitreisende Minderjährige brauchen je einen eigenen e-Visum-Antrag, gebunden an den eigenen Schweizer Pass. Internationale (mehrsprachige) Geburtsurkunde mit beiden Elternteilen ins Upload-Paket; bei Reisen mit nur einem Elternteil zusätzlich eine Einverständniserklärung.

Gelbfieber-Impfausweis. Wer innerhalb von sechs Tagen nach Abflug aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet in Indien einreist, muss bei der indischen Grenzkontrolle ein gültiges International Certificate of Vaccination vorlegen. Indien führt 29 afrikanische und 13 mittel- bzw. südamerikanische Staaten als endemisch. Schweizer mit Zwischenlandung in Afrika oder Südamerika prüfen das vor Abflug; ohne Nachweis drohen bis zu sechs Tage Quarantäne.

Zwei Wege zum Antrag: DIY-Portal oder Schweizer Visa-Servicestelle

DIY über das Regierungsportal ist der günstigste Weg und funktioniert reibungslos für Erstantragsteller mit einfachem Profil, einem Pass mit mindestens einem Jahr Restlaufzeit, einem aktuellen Foto und ohne Pakistan-Herkunfts- oder Off-List-Pass-Komplikation. Die Gebühr wird in USD per Kreditkarte gezahlt. Der Nachteil: das Portal ist unverzeihlich — Ablehnungen kommen meist ohne Begründung, und eine einzige abgelehnte Anwendung bedeutet einen kompletten Neuantrag mit neuer Gebühr.

Eine deutschsprachige Schweizer Visa-Servicestelle sitzt zwischen dir und dem Portal: Belegprüfung vor der Einreichung auf Deutsch, ein zentraler Ansprechpartner für Statusupdates, Familienkoordination, ein Last-Minute-Backup, falls das Portal in den letzten 72 Stunden vor Abreise hakt, und deutschsprachiger Kundenservice, wenn die englische Behörden-Hotline stumm bleibt. Der Trade-off ist eine moderate Bearbeitungsgebühr — typischerweise wenige Dutzend Franken pro Antragsteller. Für Familien, knappe Zeitfenster und Erstantragsteller ohne Pass-Restlaufzeit ist der Service-Weg meist die ruhigere Variante. Die CTA-Karte auf dieser Seite ist eine solche Stelle.

Die indische Vertretung für deinen Kanton
  • Botschaft von Indien, Bern: Die Indische Botschaft in Bern ist die zentrale Vertretung Indiens in der Schweiz. Sie bearbeitet alle Visum-, OCI/PIO- und konsularischen Anliegen für den deutsch- und italienischsprachigen Raum, einschliesslich der sensiblen Nationalitäten-Fälle und der Sticker-Visa für nicht gelistete Pässe.
  • Generalkonsulat von Indien, Genf: Das indische Generalkonsulat in Genf betreut den französisch- und italienischsprachigen Westen der Schweiz — Genf, Waadt, Wallis, Neuenburg, Freiburg, Jura und das Tessin in Abstimmung mit Bern. Praktisch für Anträge aus dem Genfersee-Raum.

Anreise ab der Schweiz 2026

Einen Direktflug Zürich–Delhi gibt es derzeit nicht. Swiss International Air Lines bedient Indien nicht direkt; jede Schweiz-Indien-Verbindung läuft über einen One-Stop-Hub.

Hub über Deutschland. Die Lufthansa-Gruppe — Swiss, Lufthansa und Austrian zusammen — bietet Zürich (ZRH), Genf (GVA) und Basel-Mulhouse (BSL) über Frankfurt (FRA) oder München (MUC) nach Delhi (DEL), Mumbai (BOM) und Bengaluru (BLR). Reine Reisezeit Zürich–Delhi via FRA: rund 10 bis 12 Stunden inklusive Umstieg. Die häufigste Variante für Schweizer Indien-Reisen, oft als One-Ticket-Codeshare gebucht.

Hub über die Türkei oder den Golf. Turkish Airlines via Istanbul (IST) mit hoher Frequenz ab Zürich, Genf und Basel zu einem dichten indischen Streckennetz inklusive Delhi, Mumbai, Bengaluru, Hyderabad, Chennai und Kochi. Qatar Airways via Doha (DOH) und Emirates via Dubai (DXB) bieten ähnliche Streckenkarten mit täglichen Frequenzen ab Zürich. Reisezeit mit Drehkreuz typischerweise 11 bis 14 Stunden.

Die Ghats von Varanasi am Ganges in der Abenddämmerung während Diwali — Stufenterrassen zum Fluss, Öllampen, rituelle Feuer und Menschenmengen.

Varanasi an Diwali — die Ghats am Ganges füllen sich mit Öllampen und rituellen Feuern während des Lichterfests, eines der dichtesten spirituellen Erlebnisse, um das ein Schweizer Erstbesucher seine Reise planen kann.

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Sechs Reiseformate, die Schweizer Reisende tatsächlich planen
  • Goldenes Dreieck — Delhi, Agra und Rajasthan: Die klassische Erst-Indien-Schleife: Delhi für die Mogul-Hauptstadt, Agra für den Taj Mahal, Jaipur als Tor in Rajasthans Forts und Paläste. Udaipur, Jodhpur und Pushkar als zweite Woche. Das 30-Tage-Tourist-e-Visum reicht — keine Sondergenehmigungen.
  • Südindien — Kerala-Backwaters und Tamil-Tempel: Anflug nach Kochi für Keralas Backwaters und Ayurveda-Traditionen, dann nach Tamil Nadu für die grossen Chola-Tempel und Pondicherrys franko-tamilische Küste. Zwölf bis sechzehn Tage sind angenehm; das 30-Tage-Visum reicht.
  • Goa — Welterbe und Strand auf der Konkan-Schleife: Goa in einer Woche kombiniert die UNESCO-Kirchen in Alt-Goa und das Fontainhas-Viertel in Panaji mit Stränden, dem Anjuna-Markt und einem Dudhsagar-Wasserfall-Tag. Der einfachste Erstreise-Pfad für Schweizer, die Indien ohne den vollen Sinnesüberfall am ersten Tag wollen.
  • Mumbai-Einstieg und Maharashtra-Hinterland: Anflug nach Mumbai für das viktorianisch-gotische Stadtensemble, dann Maharashtras Ajanta- und Ellora-Höhlen über Aurangabad, Pune als Maratha-Geschichts-Alternative und die Konkan-Küste. Das 30-Tage-Visum reicht.
  • Bangalore, Hyderabad oder Chennai für Geschäftsreisen: Die Tech-Korridore Bangalore (BLR), Hyderabad (HYD) und Chennai (MAA) plus Mumbais Finanzplatz und Gurgaons Beratungs-Hub. Für Termin-und-Rückreise-Trips funktioniert das 30-Tage-Tourist-Visum; für eingeladene Geschäftstätigkeit das Business-e-Visum. Wer quartalsweise reist, rechnet das 5-Jahres-Mehrfach-Visum als Einmal-und-Fertig-Lösung.
  • Wellness, Yoga-Lehrer-Ausbildung oder Ayurveda-Retreat: Rishikesh für 200- und 500-Stunden-Yoga-Lehrer-Ausbildungen, Mysore für Ashtanga, Kerala für Ayurveda-Intensivkurse, Bodh Gaya und Igatpuri für Vipassana-Retreats. Das 1-Jahres-Mehrfach-Visum passt zu Aufenthalten zwischen 30 und 180 Tagen.

Sondergenehmigungen — PAP, RAP und ihr Geltungsbereich

Die meisten Schweizer Erstbesucher begegnen nie einer Sondergenehmigung. Das Goldene Dreieck, die klassische Kerala-Tamil-Nadu-Runde, Goa, Mumbai und Maharashtra, Varanasi und die Gangesebene, Karnataka sowie der grösste Teil von Andhra Pradesh und Telangana fallen alle in die e-Visum-Standardzone ohne zusätzliche Bürokratie.

Protected Area Permits (PAP) regeln die Einreise ausländischer Staatsangehöriger nach Arunachal Pradesh, Nagaland, Manipur, Mizoram, in Teile von Sikkim und Teile von Ladakh nahe der China-Tibet-Grenze. Das Arunachal-PAP läuft über lizenzierte Reiseveranstalter mit fester Reiseroute. Restricted Area Permits (RAP) regeln Teile der Andamanen und Nikobaren und einen kleineren Ausschnitt aus Sikkim; seit 2018 brauchen dreissig bewohnte Andamanen-Inseln kein RAP mehr für ausländische Besucher. Seit 2026 wird Sikkims RAP für ausländische Staatsangehörige online über das e-FRRO-Portal ausgestellt.

FRRO — die 180-Tage-Regel für ununterbrochenen Aufenthalt

Schweizer, die mehr als 180 ununterbrochene Tage in einem einzigen Indien-Aufenthalt bleiben, müssen sich innerhalb von 14 Tagen nach Tag 180 beim Foreigners Regional Registration Office (FRRO) registrieren. Die Regel gilt für Langzeit-Touristen auf dem 1-Jahres- oder 5-Jahres-Mehrfach-Visum genauso wie für Studenten- und Arbeitsvisa. Die Schwelle ist die ununterbrochene Anwesenheit, nicht die Summe der Jahrestage — Aus- und Wiedereinreise setzt den Zähler zurück.

Wer auf einem Mehrfach-Visum einreist, 100 Tage bleibt, für zwei Wochen nach Sri Lanka, Nepal, Bhutan oder auf die Malediven reist und für weitere 90 Tage zurückkommt: der Zähler ist zurückgesetzt und FRRO greift nicht. Yoga-Lehramts-Praktikanten in Rishikesh, Langzeit-Digitalnomaden in Goa oder Mysuru und Vipassana-Retreatants aus der Schweiz geraten regelmässig unerwartet in die Regel hinein. Der Prozess läuft jetzt vollständig online über das e-FRRO-Portal — papierlos, bargeldlos und meist ohne Behördentermin. OCI-Karteninhaber und Kinder unter zwölf sind ausgenommen. Tag 175 ist der letzte komfortable Zeitpunkt, den Antrag zu öffnen.

Am e-Visum-Schalter

33 indische Flughäfen bedienen e-Visum-Schalter, darunter Delhi (DEL), Mumbai (BOM), Bengaluru (BLR), Chennai (MAA), Hyderabad (HYD), Kochi (COK), Kolkata (CCU) und die grösseren regionalen Drehkreuze, plus neunzehn Seehäfen und vier Landgrenzübergänge. Nach dem Aussteigen zum mit 'e-Visa' beschilderten Schalter, die ausgedruckte PDF-Genehmigung oder ihre Handy-Version vorlegen, plus den Schweizer Pass und den e-Arrival-Card-QR-Code, Fingerabdrücke und Foto digital erfassen lassen. Die Abfertigung dauert je nach Schlange fünf bis fünfzehn Minuten.

Gesundheit und Versicherung

Eine Reiseversicherung ist für die Einreise nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber private Krankenhäuser in Indien rechnen zu internationalen Sätzen ab. Die obligatorische Schweizer Grundversicherung deckt Behandlungen ausserhalb der EU/EFTA nur eingeschränkt — eine private Auslandsreise-Krankenversicherung mit Rückführung ist Standard. Der Gelbfieber-Impfausweis ist das einzige verpflichtende Gesundheitsdokument an der Grenze. Empfohlene Impfungen (Hepatitis A und B, Typhus, Tetanus-Auffrischung, Japanische Enzephalitis bei Nordost-Routen) sind reisemedizinischer Standard; eine reisemedizinische Beratung beim Hausarzt, am Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut (Swiss TPH) in Basel oder bei einer SafeTravel-Beratungsstelle sechs bis acht Wochen vor Abflug ist sinnvoll.

Wenn vor Ort etwas schiefgeht: Schweizer Vertretung in Indien

Die Schweiz hat eine Botschaft in Neu-Delhi und ein Generalkonsulat in Mumbai. Verlorener oder gestohlener Schweizer Pass. Zuerst Anzeige bei der örtlichen Polizei, dann Termin für einen Notpass bei der Botschaft in Neu-Delhi (für den Norden und Osten) oder bei der Schweizer Vertretung in Mumbai (für den Westen und Süden). Notpässe werden meist in ein bis zwei Werktagen ausgestellt.

Krankenhausaufenthalt oder medizinischer Notfall. Die Konsularabteilung der nächstgelegenen Vertretung kontaktieren. Sie kann Angehörige verständigen, sich mit deiner Auslandskrankenversicherung abstimmen und im Extremfall eine medizinische Evakuierung organisieren. Festnahme oder Rechtsfall. Auf Kontakt zur Schweizer Vertretung bestehen; sie stellt eine Anwaltsliste zur Verfügung und überwacht die Haftbedingungen. Todesfall. Die Vertretung hilft mit Papierkram, Repatriierungs-Logistik und notariellen Dienstleistungen. Die EDA-Helpline (rund um die Uhr besetzt) erreichbar in der Schweiz gebührenfrei unter 0800 24-7-365 oder aus dem Ausland unter +41 800 24-7-365 / +41 58 465 33 33. Die Reiseregistrierung über die Travel Admin App oder das EDA-Online-Formular vor Abflug ist empfohlen.

Häufig gestellte Fragen für Schweizer Reisende

Das indische Innenministerium legt die e-Visum-Gebühr in US-Dollar pro Nationalität fest, jährlich aktualisiert, und das Portal zeigt den genauen Betrag, sobald der Schweizer Pass eingetragen ist. Als Veröffentlichungsstand: rund USD 25 für die 30-Tage-Zweifach-Variante, USD 40 für 1 Jahr mehrfach und USD 80 für 5 Jahre mehrfach. Die Belastung in CHF folgt dem Kreditkarten-Kurs am Buchungstag. Eine Schweizer Visa-Servicestelle erhebt eine moderate Bearbeitungsgebühr zusätzlich. Der Portalpreis ist verbindlich — beim Antragsbeginn bestätigen.

Nicht unter den regulären e-Visum-Varianten. Das längste Tourist-e-Visum ist die 5-Jahres-Mehrfach-Variante mit derselben 180-Tage-pro-Kalenderjahr-Deckelung. Die einzigen Wege zu längerer Berechtigung sind die OCI-Karte (lebenslang, für Antragsteller mit indischer Abstammung) oder spezifische langfristige Konsularvisa.

Den Application-Status-Link im indischen e-Visum-Portal aufrufen. Antragsnummer und Passnummer eingeben; der aktuelle Bearbeitungsstand wird angezeigt. Der Status wandert normalerweise innerhalb von drei bis fünf Werktagen von 'Antrag eingegangen' zu 'bewilligt'. Bewegt sich der Antrag länger als eine Woche nicht, die Hotline oder die Indische Botschaft in Bern kontaktieren.

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