Schweiz

🇨🇭

Telefonvorwahl

+41

Hauptstadt

Bern

Bevölkerung

8,7 Millionen

Einheimischer Name

Schweiz

Region

Europa

Westeuropa

Zeitzone

Mitteleuropäische Zeit

UTC+01:00

Die Schweiz liegt für Deutsche quasi um die Ecke — und ist doch eine andere Welt. In kaum vier Stunden rollt der ICE von Frankfurt nach Basel, und wer in München oder Stuttgart lebt, ist mit dem Auto schneller in Zürich als in Berlin. Trotzdem fühlt sich die Grenze wie ein Dimensionssprung an: Die Berge werden höher, die Seen türkiser, die Züge pünktlicher (ja, noch pünktlicher als in Japan — 97,5 % Fahrplantreue bei der SBB). Auf einer Fläche kleiner als Niedersachsen vereint die Schweizerische Eidgenossenschaft vier Landessprachen (Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch), 26 Kantone mit weitreichender Autonomie, den zweitgrößten Finanzplatz Europas, die weltweit höchste Dichte an Nobelpreisträgern pro Kopf und mehr internationale Organisationen als jedes andere Land: UNO-Büro Genf, WHO, WTO, IKRK, CERN, FIFA, IOC. Die politische Neutralität der Schweiz — seit 1815 ununterbrochen — macht sie zum bevorzugten Verhandlungsort für Diplomatie und Friedensgespräche. Für deutsche Reisende bietet das Land alles: Schneesicherheit im Winter (Zermatt, St. Moritz, Verbier), spektakuläre Wanderwege im Sommer (Via Alpina, Vier-Quellen-Weg), Weltklasse-Museen (Kunsthaus Zürich, Fondation Beyeler Basel), Gourmetküche vom Raclette bis zum Dreisterne-Restaurant und eine Lebensqualität, die in internationalen Rankings regelmäßig Platz eins belegt. Wichtig: Die Schweiz ist kein EU-Mitglied, gehört aber zum Schengen-Raum — kein Visum nötig, kein Grenzstau, aber eine andere Währung (Schweizer Franken, CHF) und eigene Regeln für Arbeitsbewilligungen.

Einreise und Visum für die Schweiz

Die Schweiz ist vollständig in das Schengen-System integriert, obwohl sie kein EU-Mitglied ist — ein Schweizer Paradoxon, das immer wieder für Verwirrung sorgt. Praktisch bedeutet das: Deutsche, Österreicher und alle EU/EWR-Bürger reisen mit Personalausweis oder Reisepass visumfrei ein, dürfen sich frei bewegen und grundsätzlich auch arbeiten (die Arbeitnehmerfreizügigkeit gilt dank bilateraler Abkommen). Bürger aus den USA, Kanada, Großbritannien, Australien, Japan, Südkorea, Neuseeland und über 60 weiteren Staaten benötigen für touristische oder geschäftliche Kurzaufenthalte bis 90 Tage innerhalb von 180 Tagen kein Visum — nur einen gültigen Reisepass (Restgültigkeit mindestens 3 Monate über das geplante Ausreisedatum hinaus). Wer aus einem visumpflichtigen Land kommt, beantragt ein Schengen-Visum (Typ C) bei der zuständigen Schweizer Botschaft oder einem VFS-Global-Zentrum; erforderlich sind Reisekrankenversicherung (Deckung mindestens 30.000 CHF), Hotelbuchungen, Kontoauszüge (die Schweiz rechnet mit ca. 100 CHF pro Tag — einer der höchsten Lebenshaltungskosten Europas) und ein Rückflugticket. Für Aufenthalte über 90 Tage — Arbeit, Studium, Familiennachzug — ist eine Aufenthaltsbewilligung (Permis B) nötig, die beim kantonalen Migrationsamt beantragt wird. Achtung: Für Nicht-EU-Bürger gelten strenge Kontingente (ca. 8.500 Daueraufenthaltsbewilligungen und 4.000 Kurzaufenthaltsbewilligungen pro Jahr) und eine Vorrangprüfung — der Arbeitgeber muss nachweisen, dass keine qualifizierte Schweizer oder EU-Person verfügbar ist. Die Schweizer Bürokratie ist effizient, aber gründlich — Geduld und vollständige Unterlagen zahlen sich aus.

Gängige Visumtypen

Visumfreie Einreise (Schengen)

Bis zu 90 Tage in jedem 180-Tage-Zeitraum; der Reisepass muss mindestens 3 Monate über das geplante Ausreisedatum hinaus gültig sein; kein Visumsaufkleber im Pass; das Schengen-Visum gilt in allen 27 Schengen-Staaten; Nachweise zu Unterkunft und Rückreise können verlangt werden; kein Anspruch auf Erwerbstätigkeit (außer für EU/EWR-Bürger); Flughäfen Zürich, Genf und Basel als Haupteingangstore.

Tourismus, Geschäftsreisen, Familienbesuche, Konferenzteilnahme für EU/EWR-Bürger sowie Staatsangehörige der USA, Kanada, Großbritannien, Australien, Japan, Südkorea, Neuseeland und weiterer Schengen-befreiter Staaten.

Schengen-Visum (Typ C)

Bis zu 90 Tage in 180 Tagen; Antragsformular, Reisepass, biometrisches Foto, Reisekrankenversicherung (mindestens 30.000 CHF Deckung), Hotelbuchung, Flugtickets, Finanznachweis (ca. 100 CHF/Tag), Rückreiseticket; Bearbeitungszeit 10–15 Tage (bis zu 30–60 bei komplexen Fällen); Gebühr 80 € für Erwachsene, 40 € für Kinder (6–12); Fingerabdrücke obligatorisch ab 12 Jahren.

Für visumpflichtige Staatsangehörige — Beantragung bei der Schweizer Botschaft, dem Konsulat oder einem VFS-Global-Zentrum.

Touristenvisum Schweiz (Typ C)

Bis zu 90 Tage in 180 Tagen; identische Unterlagen wie Schengen-Typ-C; zusätzlich detaillierter Reiseplan empfohlen; Reisekrankenversicherung für den gesamten Schengen-Raum.

Urlaub in der Schweiz und dem gesamten Schengen-Raum: Alpenlandschaften (Jungfrau-Aletsch UNESCO-Welterbe, Matterhorn, Eiger), Städte (Zürich, Genf, Luzern, Bern), Wintersport (Zermatt, St. Moritz, Verbier, Davos), Wanderungen im Schweizer Nationalpark, Seen (Genfer See, Vierwaldstättersee, Zürichsee), Kulturerlebnisse und Gourmetreisen.

Geschäftsvisum Schweiz (Typ C)

Bis zu 90 Tage in 180 Tagen; Einladungsschreiben des Schweizer Geschäftspartners oder der internationalen Organisation; Nachweis geschäftlicher Beziehungen; Firmenregistrierung; Konferenzteilnahmebestätigung; Business-Reiseversicherung.

Geschäftstreffen, Verhandlungen, Messen (Art Basel, Baselworld), Konferenzen (Weltwirtschaftsforum Davos), Banktreffen in Zürich und Genf, Besuche bei Pharma- und Biotechnologieunternehmen in Basel, Kontakte zu internationalen Organisationen.

Studienvisum (Typ D)

Dauer des Studienprogramms plus Verlängerungszeitraum für Arbeitssuche; kantonale Aufenthaltsbewilligung B erforderlich; Zulassungsbescheid der Hochschule; Finanznachweis (ca. 21.000–24.000 CHF/Jahr je nach Kanton); Studiengebühren an öffentlichen Universitäten vergleichsweise niedrig (1.000–2.000 CHF/Semester); Nebentätigkeit bis 15 Stunden/Woche während des Semesters erlaubt.

Vollzeitstudium an Schweizer Hochschulen: ETH Zürich, EPFL Lausanne, Universität Zürich, Universität Genf, Universität Basel, Wirtschaftshochschulen (IMD, HEC Lausanne), Hotelfachschulen (Glion, Les Roches, EHL), Internate, Sprachschulen, Austauschprogramme, Doktorandenforschung.

Arbeitsvisum (Typ D)

Dauer des Arbeitsvertrags, jährlich verlängerbar; kantonale Vorabgenehmigung (Migrationsamt) erforderlich; Arbeitgeber muss Vorrangprüfung bestehen (kein geeigneter Schweizer/EU-Kandidat); Kontingent ca. 8.500 Daueraufenthalts- und 4.000 Kurzaufenthaltsbewilligungen/Jahr; Niederlassungsbewilligung (Permis C) nach 10 Jahren möglich.

Unselbständige Erwerbstätigkeit in der Schweiz: Fachkräfte in Banken, Pharma/Biotech, Maschinenbau, IT, Uhrenindustrie, internationale Organisationen (UNO, WHO, WTO, IKRK), multinationale Konzerne, Forschungseinrichtungen, Hotellerie, Handwerk. Strenge Kontingente für Nicht-EU/EFTA-Bürger.

Selbständigenvisum (Typ D)

Zunächst 1 Jahr, verlängerbar bei Nachweis wirtschaftlicher Tragfähigkeit; Handelsregistereintrag; AHV/IV-Anmeldung; Geschäftsräume in der Schweiz; Kontoauszüge und Steuererklärungen bei Verlängerung.

Freiberufler, unabhängige Berater, Künstler, Unternehmer, die eine selbständige Tätigkeit in der Schweiz aufnehmen. Voraussetzung: tragfähiger Businessplan, ausreichende finanzielle Mittel, Nachweis eines Beitrags zur Schweizer Wirtschaft oder Kultur.

Familiennachzugsvisum (Typ D)

Langfristig, an den Aufenthaltsstatus des Gastgebers gekoppelt; Nachweis ausreichenden Wohnraums und finanzieller Mittel; Grundkenntnisse der Regionalsprache (A1–A2) können gefordert werden; Weg zur Niederlassungsbewilligung.

Nachzug zu Familienangehörigen mit Schweizer Staatsbürgerschaft, Niederlassungsbewilligung (Permis C) oder Aufenthaltsbewilligung (Permis B): Ehepartner, eingetragene Partner, minderjährige Kinder, in bestimmten Fällen abhängige Eltern und erwachsene Kinder.

Forschungsvisum (Typ D)

Dauer des Forschungsprojekts, in der Regel 1–3 Jahre, verlängerbar; Aufnahmevereinbarung der Forschungseinrichtung; privilegierter Zugang zu Kontingenten für hochqualifizierte Fachkräfte.

Wissenschaftler und Forscher an Schweizer Universitäten, ETH Zürich, EPFL Lausanne, CERN (Europäische Organisation für Kernforschung), Paul Scherrer Institut, Empa, Eawag, pharmazeutischen Forschungseinrichtungen in Basel oder privaten Forschungsinstituten.

Sprachkursvisum (Typ C oder D)

3–12 Monate je nach Kursdauer; Anmeldebestätigung der Sprachschule; Finanznachweis; Krankenversicherung; bei Typ D kantonale Aufenthaltsbewilligung.

Intensivsprachkurse an anerkannten Sprachschulen: Deutsch, Französisch, Italienisch. Vorbereitung auf Hochschulzulassung oder berufliche Integration. Typ C für Kurse unter 90 Tagen, Typ D für längere Programme.

Au-Pair-Visum (Typ D)

6–18 Monate, typischerweise 1 Jahr; Au-Pair-Vertrag mit Gastfamilie; Nachweis der Sprachkursteilnahme; Krankenversicherung; mindestens genug Freizeit zur kulturellen Entfaltung.

Kulturaustauschprogramm für junge Menschen (17–30 Jahre) in Schweizer Gastfamilien: Kinderbetreuung und leichte Hausarbeit, max. 30 Stunden/Woche, obligatorischer Sprachkursbesuch, faire Vergütung.

Medizinisches Visum (Typ C oder D)

Dauer der Behandlung plus Genesungszeit; ärztliches Behandlungsschreiben; Kostenübernahme-Bestätigung oder Banknachweis; Typ C für Kurzbehandlungen, Typ D für längere stationäre Aufenthalte.

Medizinische Behandlung in Schweizer Kliniken und Krankenhäusern: Universitätsspitäler (Zürich, Genf, Basel, Bern), Krebszentren, Rehabilitationseinrichtungen, private Spezialkliniken. Die Schweiz gehört zu den weltweit führenden Standorten für Spitzenmedizin.

Wichtige Hinweise für Reisende in die Schweiz

Schengen ja, EU nein: Die Schweiz gehört zum Schengen-Raum (visumfreie Reise in 27 europäische Länder), ist aber kein EU-Mitglied. Das hat Auswirkungen auf Zollfreigrenzen, Arbeitsbewilligungen und den Warenverkehr. Die bilateralen Abkommen mit der EU gewähren EU-Bürgern weitgehende Freizügigkeit, für Drittstaatsangehörige gelten strenge Kontingente.

Währung Schweizer Franken (CHF): In der Schweiz wird nicht mit Euro bezahlt (außer an manchen Touristenorten, die Euro zum schlechteren Kurs akzeptieren). Kreditkarten und Debitkarten werden überall akzeptiert, Bargeldabhebung am Automaten mit geringer Gebühr. Wechselkurs schwankt um die Parität (1 CHF ≈ 1,05 €). Trinkgeld ist im Preis inbegriffen, kleine Aufrundung üblich.

Hohe Lebenshaltungskosten: Die Schweiz rechnet mit ca. 100 CHF pro Tag für Aufenthaltsnachweise — und das ist realistisch. Mittelklassehotel 150–250 CHF/Nacht, Restaurantmahlzeit 25–50 CHF, Kaffee 4,50–6 CHF. Spartipps: Coop- und Migros-Supermärkte statt Restaurants, SBB-Spartickets früh buchen, Halbtax-Abo (185 CHF) für alle Züge, Busse und Schiffe zum halben Preis.

Reiseführer

Die Schweiz ist das Land, das einen beim ersten Besuch sprachlos macht — und beim zehnten immer noch. Kaum ein anderes Land vereint auf so kleinem Raum derart dramatische Landschaften: das Matterhorn bei Zermatt (4.478 m, der meistfotografierte Berg der Welt), die Jungfrauregion im Berner Oberland mit Eiger, Mönch und Jungfrau, das Lauterbrunnental mit seinen 72 Wasserfällen (Tolkiens Inspiration für Rivendell), der Vierwaldstättersee bei Luzern, der Genfer See mit den Weinbergterrassen von Lavaux (UNESCO). Die Panoramazüge sind legendär: der Glacier Express von Zermatt nach St. Moritz (8 Stunden durch 291 Brücken und 91 Tunnel), der Bernina Express über den höchsten Alpenübergang auf Schienen, der GoldenPass von Luzern nach Montreux. Im Winter sind die Skigebiete Weltklasse: Zermatt (mit Verbindung nach Cervinia in Italien), St. Moritz (Glamour pur), Verbier (Freeride-Paradies), Davos-Klosters (Geschichte und Schnee), Laax (Freestyler). Im Sommer verwandeln sich die Berge in Wanderparadiese: die Via Alpina, der Tour du Mont Blanc, Hüttentouren von SAC-Hütte zu SAC-Hütte. Und die Kulinarik: Raclette und Fondue als nationale Rituale, Schokolade (Lindt, Sprüngli, Cailler, Läderach), Käsevielfalt (Gruyère, Appenzeller, Emmentaler, Sbrinz), Roeschti als Leibgericht der Deutschschweiz. Luzern mit der Kapellbrücke, Bern mit seiner mittelalterlichen Altstadt (UNESCO), Zürich als kosmopolitische Bankstadt am See, Genf mit dem Jet d'Eau — alles auf engstem Raum.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Wintersport

Zermatt, St. Moritz, Verbier, Davos-Klosters, Laax, Grindelwald, Saas-Fee, Engelberg — die Schweiz hat einige der besten und schneesichersten Skigebiete der Welt. Schneesicherheit von November bis April, Gletscherskigebiete das ganze Jahr.

Wandern & Alpen

Die Via Alpina quer durch die Schweiz, der Höhenweg von Grindelwald zur Schynige Platte, das Lauterbrunnental mit 72 Wasserfällen, Hüttentouren im Wallis — 65.000 km markierte Wanderwege, alle perfekt instandgehalten.

Panoramazüge

Der Glacier Express (Zermatt–St. Moritz, 8 Stunden spektakuläre Alpenquerung), der Bernina Express (über den höchsten Alpenübergang auf Schienen ins Tessin), der GoldenPass (Luzern–Montreux) — Zugfahren als Erlebnis auf Höchstniveau.

Kulturstädte

Zürich mit Kunsthaus und Bahnhofstrasse, Bern mit der mittelalterlichen Altstadt (UNESCO), Luzern mit der Kapellbrücke am Vierwaldstättersee, Genf mit dem Jet d'Eau und dem Völkerbundpalast, Basel mit der Art Basel und drei Länderecke.

Kulinarik

Raclette und Käsefondue als nationale Rituale, Schweizer Schokolade (Fabrikbesuche bei Cailler und Lindt), Käsevielfalt (Gruyère AOC, Appenzeller, Emmentaler), Roeschti, Zürcher Geschnetzeltes und Bündner Fleisch — Kulinarik mit Bergpanorama.

Seen & Sommer

Genfer See mit den Lavaux-Weinbergen (UNESCO), Vierwaldstättersee bei Luzern, Zürichsee, Thunersee und Brienzersee im Berner Oberland, Luganersee im Tessin — Schifffahrten, Badevergnügen und Uferpromenaden mit Alpenpanorama.

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